Was „günstig“ wirklich kostet
Günstige Angebote verlagern Kosten, sie beseitigen sie nicht. Entweder zahlst du mit Zeit, mit Abhängigkeit oder später mit einem zweiten Projekt. Die fünf häufigsten Wege unter 1.500 Euro:
| Weg | Was du zahlst | Was du bekommst | Der Haken |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst | 180 bis 480 € im Jahr | Vorlage, Editor, Hosting inklusive | 25 bis 60 Stunden deiner Zeit, Seite nicht umziehbar, bei Google Handarbeit |
| „Website ab 499 €“ | 499 bis 999 € einmalig | Vorlage mit deinen Bildern, drei bis fünf Seiten | Texte von dir, Rechtstexte und Suchbegriffe fehlen, oft Abo im Kleingedruckten |
| Mietseite | 29 bis 59 € im Monat, Mindestlaufzeit 12 bis 36 Monate | Fertige Seite, Pflege inklusive | Gehört dir nie, nach fünf Jahren über 2.000 € gezahlt, Kündigung = Seite weg |
| Plattform-Freelancer aus dem Ausland | 200 bis 800 € | Technische Umsetzung nach deiner Vorgabe | Du lieferst Konzept, Texte, Rechtstexte, Suchbegriffe; Nachbesserung schwierig |
| Neffe, Bekannter, Kollege | 0 bis 500 € | Guter Wille | Keine Verbindlichkeit, keine Pflege, Zugänge irgendwo, Projekt dauert Monate |
Keiner dieser Wege ist verboten. Aber bei jedem solltest du wissen, welche Rechnung später kommt. Was ein Projekt bei Freelancern und Agenturen realistisch kostet, steht auf der Kostenseite.
Die versteckten Kosten
Das sind die Posten, die in keinem günstigen Angebot stehen und die du trotzdem bezahlst:
- Deine Zeit. 40 Stunden Baukasten sind bei 60 Euro Stundensatz 2.400 Euro. Für die meisten Inhaber ist die Stunde mehr wert.
- Lizenzen. Gekaufte Themes, Seitenbaukästen, Formular-Plugins: 100 bis 300 Euro jedes Jahr, oft erst im zweiten Jahr sichtbar.
- Das zweite Projekt. Die günstige Seite, die nach 18 Monaten doch neu gebaut wird. Dann hast du zweimal gezahlt.
- Die Abmahnung. Fehlendes Impressum, Schriften von Google, Cookie-Banner ohne Funktion. Typisch unterer vierstelliger Bereich. Was Pflicht ist, steht im Ratgeber zu den Pflichten.
- Die Anfragen, die nicht kommen. Der größte Posten und der unsichtbarste. Eine Seite, die bei Google nicht auftaucht oder auf dem Handy nicht lädt, kostet dich Aufträge, von denen du nie erfährst.
Acht Hebel, mit denen du ehrlich sparst
Jeder Punkt senkt den Preis, ohne dass die Seite schlechter wird. Die Beträge beziehen sich auf unsere Festpreise, bei anderen Anbietern sind die Verhältnisse ähnlich.
- Texte selbst schreiben, vor dem Start. Bei uns der Unterschied zwischen One-Pager komplett (2.860 Euro) und kompakt (990 Euro). Bedingung: Die Texte liegen vor, bevor es losgeht. Eine Seite pro Leistung, in deinen Worten, wir bringen sie in Form. Die Vorlage dafür steht im Ratgeber Website-Texte.
- Fotos sammeln oder selbst machen. Handyfotos von echter Arbeit bei gutem Licht schlagen Stockbilder. Hast du einen Fotografen im Kundenkreis, frag nach einem Vormittag gegen Gegenauftrag. Spart die Kosten für einen Fotografen.
- Klein starten. Ein One-Pager mit allem Wichtigen statt einer Firmenwebsite mit acht halbfertigen Seiten. Erweitern kostet 180 Euro je Seite, später, wenn die Anfragen das Geld bringen.
- Seiten zusammenlegen. Drei Leistungen, die Kunden gemeinsam suchen, brauchen eine Seite, nicht drei. Wir sagen dir im Gespräch, wo sich eine eigene Seite lohnt und wo nicht.
- Logo behalten. Ein ordentliches Logo muss nicht neu. Wir bauen auf dem auf, was du hast. Spart ab 490 Euro.
- Schnell rückmelden. Jede Woche Verzögerung kostet nicht direkt Geld, aber Projekte, die sich ziehen, werden teurer: Einarbeitung, Nachfragen, verlorener Faden. Drei Korrekturschleifen reichen, wenn du gesammelt zurückmeldest.
- Statisch statt WordPress, wenn du nichts pflegen willst. Keine Updates, keine Sicherheitslücken, kein Wartungsvertrag nötig. Reicht für viele Betriebe, deren Seite sich einmal im Jahr ändert. Spart 69 Euro im Monat, dafür Änderungen über uns.
- Pflege selbst machen. Bei WordPress: eine Stunde Einweisung, dann änderst du Texte, Bilder und Referenzen selbst. Der Wartungsvertrag ist optional, nicht Pflicht.

Fünf Stellen, an denen Sparen teuer wird
| Hier nicht sparen | Was es kostet, wenn doch | Was es richtig kostet |
|---|---|---|
| Rechtstexte | Abmahnung, unterer vierstelliger Bereich plus Ärger | Generator passend zur Seite im Festpreis enthalten, Anwaltsprüfung einmalig ab 150 Euro |
| Mobildarstellung und Ladezeit | Über die Hälfte der Besucher kommt vom Handy; wer dort abspringt, ruft woanders an | Nichts extra, wenn von Anfang an richtig gebaut; nachträglich ein neues Projekt |
| Eigentum | Domain beim Anbieter, Seite im Mietmodell: Wechsel heißt Neuanfang bei null | Nichts; Domain und Hosting auf deinen Namen sind eine Frage des Vertrags |
| Suchbegriffe und Seitentitel | Eine Seite, die niemand findet, ist eine teure Visitenkarte | Eine Stunde Arbeit je Seite, im Festpreis enthalten |
| Echte Fotos statt Stock | Austauschbarkeit; Kunden erkennen gekaufte Bilder und misstrauen | Handyfotos kosten nichts, ein Fotograf vor Ort meist einige hundert Euro |
Die teuerste Ersparnis
Ein Betrieb mit einem durchschnittlichen Auftrag von 2.000 Euro braucht eine einzige zusätzliche Anfrage im Jahr, damit sich der Unterschied zwischen einer Baukasten-Seite und einer richtig gebauten Website rechnet. Diese Rechnung machen die wenigsten auf, bevor sie sparen.
Was ein guter One-Pager für 990 Euro enthält
Das ist unsere ehrliche Antwort auf „günstig“: nicht weniger Qualität, sondern weniger Umfang und mehr Zuarbeit von dir.
| Leistung | Kompakt, 990 € | Komplett, 2.860 € |
|---|---|---|
| Erstgespräch, Aufbau nach deinen Kunden | ✓ | ✓ |
| Design am echten Bildschirm, drei Korrekturschleifen | ✓ | ✓ |
| Mobil zuerst, Ladezeit unter einer Sekunde, barrierearm, ohne Cookie-Banner | ✓ | ✓ |
| Impressum, Datenschutz, Kontaktformular | ✓ | ✓ |
| Suchbegriffe, Seitentitel, Google-Unternehmensprofil verknüpft | ✓ | ✓ |
| Texte | Von dir, wir bringen sie in Form | Von uns, aus dem Gespräch |
| Fotos | Von dir, wir bearbeiten sie | Von dir, nach unserer Motivliste, wir bearbeiten sie |
| Einweisung und Übergabe | ✓ | ✓ |
| Gehört dir, erweiterbar, kein Abo | ✓ | ✓ |
Dazu kommen Domain und Hosting, rund 8 Euro im Monat bei einem deutschen Anbieter, auf deinen Namen. Was in fünf Jahren zusammenkommt, zeigt die Skizze oben: weniger als die Mietseite, und am Ende gehört dir etwas. Deine eigene Spanne bekommst du im Kostenrechner.