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Webdesigner finden: Baukasten, KI-Builder, Freelancer oder Agentur?

Vier Wege führen zu einer Website, und jeder Anbieter sagt dir, seiner sei der richtige. Hier ist die Matrix, die wir Kunden im Erstgespräch aufmalen, inklusive dem Abschnitt, den Agenturen ungern schreiben: wann du keine brauchst.

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Kurz gesagt

Ein Baukasten passt, wenn du Zeit hast und die Seite nur eine Visitenkarte sein soll. Ein KI-Builder ist ein schneller Baukasten mit denselben Grenzen. Freelancer und kleine Agenturen sind richtig, sobald die Seite Anfragen bringen soll: ab etwa 990 Euro, mit eigenen Texten, Fotos und Platz bei Google. Große Agenturen lohnen sich für kleine Betriebe selten. Entscheidend ist nicht die Rechtsform, sondern ob der Anbieter Betriebe wie deinen kennt.

Tisch nach dem Erstgespräch mit einem Webdesigner: Laptop mit Website, zwei Kaffeetassen, Notizblock mit abgehakten Fragen

Die vier Wege im Vergleich

Die Tabelle ist bewusst grob. Es gibt gute Baukasten-Seiten und schlechte Agentur-Seiten. Aber die Spalten zeigen, was du in jedem Fall selbst mitbringen musst: Geld, Zeit oder beides. Was KI-Baukästen wirklich liefern, steht ausführlich im Ratgeber KI-Website.

Kriterium BaukastenWix, Jimdo, IONOS u. a. KI-BuilderSeite per Texteingabe Freelancer Kleine Agentur2 bis 10 Personen
Kosten 180 bis 480 € im Jahr, dauerhaft Ähnlich, oft im Abo des Anbieters 1.200 bis 4.000 € einmalig 1.200 bis 6.000 € einmalig
Deine Zeit 25 bis 60 Stunden, danach laufend 5 bis 20 Stunden, dann Korrektur der Texte 6 bis 12 Stunden für Gespräche und Freigaben 6 bis 12 Stunden, Fototermin inklusive
Texte und Fotos Von dir Text von der KI, Fotos von dir oder Stock Je nach Angebot, oft Text extra Meist inklusive oder als Position
Eigentum Seite bleibt im Baukasten, Umzug kaum möglich Wie Baukasten Dir, wenn es im Angebot steht Dir, wenn es im Angebot steht
Bei Google Möglich, aber Handarbeit und Grenzen Austauschbare Texte, selten vorn Gut, wenn er es kann Gut, meist mit Konzept je Seite
Ausfallrisiko Anbieter stellt Tarif um oder ein Junge Anbieter, hohe Fluktuation Krankheit, Urlaub, Berufswechsel Vertretung vorhanden
Passt, wenn die Seite nur gefunden werden muss, wenn jemand den Namen kennt du schnell etwas Vorzeigbares brauchst und später neu baust du eine feste Ansprechperson willst und das Budget im Blick hast die Seite Anfragen oder Bewerber bringen soll und du es abgeben willst

Preisspannen: unsere Marktbeobachtung aus Vergleichsangeboten und Anbieter-Preislisten, Stand Oktober 2026. Die Spannen für Freelancer und Agenturen überschneiden sich stark, weil beide sehr Verschiedenes anbieten. Mehr zu den Kosten.

Wann du keine Agentur brauchst

Wir leben davon, Websites zu bauen, und trotzdem raten wir in diesen Fällen ab:

  • Deine Kunden kommen alle über Empfehlung und du willst das nicht ändern. Dann reicht eine saubere Seite mit Adresse, Leistungen, Fotos und Impressum. Das kann ein Baukasten, wenn du einen Nachmittag investierst.
  • Du testest eine Geschäftsidee. Erst herausfinden, ob jemand das will, dann in eine Website investieren. Eine einfache Seite mit Kontaktformular reicht für den Test.
  • Du hast Spaß daran und Zeit. Manche Inhaber pflegen ihre Seite gern selbst und werden richtig gut darin. Dann ist ein Baukasten kein Kompromiss, sondern das passende Werkzeug.
  • Dein Verein oder Projekt hat kein Budget. Lieber eine ordentliche Baukasten-Seite als eine halbe Agentur-Seite, die nie fertig wird.

Der Punkt, an dem es kippt: sobald die Website Aufträge oder Bewerber bringen soll, die sonst nicht kämen. Dann konkurrierst du mit Betrieben, die das professionell machen lassen, und ein Baukasten kostet dich mehr an entgangenen Anfragen, als eine Agentur gekostet hätte.

Freelancer oder kleine Agentur

Das ist die Entscheidung, vor der die meisten Betriebe wirklich stehen. Die Unterschiede sind kleiner, als beide Seiten behaupten, aber es gibt sie. Ausführlich mit Kosten, Vertrag und Entscheidungsfragen: Freelancer oder Agentur.

Freelancer Kleine Agentur
Ansprechperson Immer dieselbe, die auch baut Meist eine feste, die Arbeit verteilt sich
Breite Stark in einem Bereich, Text oder Foto oft über Partner Design, Text, Foto, Technik, Suchmaschinen aus einer Hand
Preis Oft 20 bis 30 Prozent günstiger Höher, dafür mehr Leistung im Paket
Wenn jemand ausfällt Projekt steht Vertretung übernimmt
In fünf Jahren Vielleicht angestellt, umgezogen, anderes Fach Wahrscheinlich noch da, vielleicht mit anderem Team
Typische Stärke Persönlich, flexibel, schnell Verlässlich, strukturiert, Pflege im Angebot

Wo wir stehen

Wir sind eine kleine Agentur aus Kassel. Du redest mit Michael Mand, der auch baut, und im Hintergrund stehen Leute für Text und Technik. Das ist die Mischung, die wir für Betriebe ohne Marketingabteilung für richtig halten. Ob sie für dich richtig ist, hängt davon ab, was die Seite leisten soll.

Wo du gute Webdesigner findest

Nicht auf Plattformen, auf denen der Günstigste gewinnt. Die besseren Wege, in dieser Reihenfolge:

  1. Betriebe in deiner Branche fragen. Welche Website eines Kollegen findest du gut? Unten im Fußbereich steht fast immer, wer sie gebaut hat. Ruf den Kollegen an und frag, wie die Zusammenarbeit war.
  2. Lokal bei Google suchen. „Webdesign“ plus deine Stadt. Schau dir an, wer dort vorn steht: Wer die eigene Seite nicht nach vorn bringt, bringt deine auch nicht.
  3. Handwerkskammer, IHK, Innung. Viele führen Listen mit Dienstleistern, die Betriebe der Region betreuen, manche bieten Beratungstage.
  4. Impressum lesen. Steht eine Firmenadresse drin, seit wann gibt es den Anbieter, wer ist verantwortlich? Ein Anbieter ohne Impressum baut dir keine Seite, die rechtlich sauber ist.
  5. Plattformen zuletzt. Auf Freelancer-Börsen findest du Preise, aber selten jemanden, der deinen Markt kennt. Wenn, dann nur mit klarer Anforderungsliste und einem Blick auf fertige Seiten statt auf Bewertungen.
Eine Hand hält ein Handy mit einer Website, daneben liegt eine Stoppuhr zum Messen der Ladezeit
Referenzen immer auf dem Handy prüfen, im Mobilfunk, nicht im Büro-WLAN.

Sieben Fragen fürs Erstgespräch

Du musst nichts von Technik verstehen. An den Antworten erkennst du trotzdem, mit wem du es zu tun hast.

  1. „Welche Betriebe wie meinen hast du schon gebaut, und darf ich einen anrufen?“ Ein Nein ist keine Katastrophe, ein Ausweichen schon.
  2. „Wem gehören Domain, Hosting und Inhalte nach dem Projekt?“ Die einzige richtige Antwort: dir.
  3. „Was brauchst du von mir, und bis wann?“ Wer das nicht beantworten kann, hat keinen Ablauf.
  4. „Wie schnell lädt eine deiner Seiten auf dem Handy?“ Er sollte eine Zahl nennen und sie dir zeigen können.
  5. „Was kostet mich die Seite im zweiten Jahr?“ Hosting, Pflege, Lizenzen. Wenn er zögert, stehen die Kosten später in der Rechnung.
  6. „Brauche ich mit dieser Seite ein Cookie-Banner?“ Die Antwort zeigt, ob er Datenschutz mitdenkt oder nur hinten dranklebt.
  7. „Was würdest du bei mir weglassen?“ Gute Anbieter streichen. Schlechte verkaufen dir alles, was du nennst.

Was danach ins Angebot gehört, steht in der Checkliste mit zwölf Punkten.

Rote Flaggen

  • „Platz 1 bei Google garantiert.“ Niemand kann das garantieren, Google selbst sagt das.
  • Eine Seite ohne Mobilansicht in den Referenzen. 2026 ist das kein Stilmittel, sondern ein Versäumnis.
  • Alles sofort, alles billig, Vorkasse komplett. Einzeln manchmal erklärbar, zusammen nie.
  • Kein eigenes Impressum, keine Adresse, nur ein Formular.
  • Fragt nach deinen Lieblingsfarben, nicht nach deinen Kunden. Das Design soll Anfragen bringen, nicht dir gefallen. Idealerweise beides, aber in dieser Reihenfolge.
  • Erklärt dir, warum dein Betrieb unbedingt einen Blog, einen Shop und eine App braucht.

Häufige Fragen

Zur Wahl.

Freelancer oder Agentur: Was ist für einen kleinen Betrieb besser?

Für eine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten sind beide geeignet. Ein guter Freelancer ist oft günstiger und du redest immer mit derselben Person. Eine kleine Agentur hat Vertretung bei Krankheit und Urlaub und deckt Text, Foto und Technik aus einer Hand ab. Entscheidend ist weniger die Rechtsform als die Frage, ob der Anbieter Betriebe wie deinen schon gebaut hat.

Kann ich meine Website nicht einfach mit KI erstellen lassen?

Du kannst in zehn Minuten eine Seite erzeugen lassen, die aussieht wie tausend andere. Was die KI nicht weiß: welche Aufträge du willst, was deine Kunden fragen, welche Fotos echt sind und was bei Google in deinem Ort funktioniert. KI ist ein gutes Werkzeug in der Hand von jemandem, der das weiß. Als Ersatz für diese Person liefert sie Fülltext mit deinem Logo.

Wie erkenne ich, ob ein Webdesigner gut ist?

Schau dir drei seiner Seiten auf dem Handy an, nicht am Rechner. Lade sie im Mobilfunk. Ruf einen seiner Kunden an und frag, wie die Zusammenarbeit lief und ob die Seite Anfragen bringt. Und achte im Erstgespräch darauf, ob er nach deinen Kunden fragt oder nach deinen Lieblingsfarben.

Muss der Webdesigner aus meiner Region sein?

Nein, aber es hilft. Ein Anbieter, der deinen Markt kennt, weiß, wonach Kunden in deinem Umkreis suchen, und kann für Fotos vorbeikommen. Für die Zusammenarbeit selbst reicht Bildschirmübertragung. Wichtiger als der Ort ist, dass ihr euch versteht und er erreichbar ist.

Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?

Freelancer in Deutschland liegen meist zwischen 60 und 120 Euro netto, Agenturen zwischen 90 und 160 Euro. Für dich ist der Stundensatz aber die falsche Zahl. Frag nach dem Festpreis für ein beschriebenes Ergebnis. Was realistische Projektpreise sind, steht im Kosten-Ratgeber.

Was, wenn ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin?

Deshalb gehören Entwürfe und Korrekturschleifen ins Angebot. Du siehst die Startseite, bevor der Rest gebaut wird, und kannst korrigieren. Wenn es grundsätzlich nicht passt, ist der Entwurf der Punkt, an dem man sich trennt, nicht der Livegang. Ein seriöser Anbieter regelt das vorher schriftlich.

Stell uns die sieben Fragen.

45 Minuten, bei dir im Betrieb oder per Bildschirm. Danach weißt du, ob wir passen, und bekommst ein Festpreis-Angebot. Wenn nicht, sagen wir dir, wer besser passt.