Die vier Wege im Vergleich
Die Tabelle ist bewusst grob. Es gibt gute Baukasten-Seiten und schlechte Agentur-Seiten. Aber die Spalten zeigen, was du in jedem Fall selbst mitbringen musst: Geld, Zeit oder beides. Was KI-Baukästen wirklich liefern, steht ausführlich im Ratgeber KI-Website.
| Kriterium | BaukastenWix, Jimdo, IONOS u. a. | KI-BuilderSeite per Texteingabe | Freelancer | Kleine Agentur2 bis 10 Personen |
|---|---|---|---|---|
| Kosten | 180 bis 480 € im Jahr, dauerhaft | Ähnlich, oft im Abo des Anbieters | 1.200 bis 4.000 € einmalig | 1.200 bis 6.000 € einmalig |
| Deine Zeit | 25 bis 60 Stunden, danach laufend | 5 bis 20 Stunden, dann Korrektur der Texte | 6 bis 12 Stunden für Gespräche und Freigaben | 6 bis 12 Stunden, Fototermin inklusive |
| Texte und Fotos | Von dir | Text von der KI, Fotos von dir oder Stock | Je nach Angebot, oft Text extra | Meist inklusive oder als Position |
| Eigentum | Seite bleibt im Baukasten, Umzug kaum möglich | Wie Baukasten | Dir, wenn es im Angebot steht | Dir, wenn es im Angebot steht |
| Bei Google | Möglich, aber Handarbeit und Grenzen | Austauschbare Texte, selten vorn | Gut, wenn er es kann | Gut, meist mit Konzept je Seite |
| Ausfallrisiko | Anbieter stellt Tarif um oder ein | Junge Anbieter, hohe Fluktuation | Krankheit, Urlaub, Berufswechsel | Vertretung vorhanden |
| Passt, wenn | die Seite nur gefunden werden muss, wenn jemand den Namen kennt | du schnell etwas Vorzeigbares brauchst und später neu baust | du eine feste Ansprechperson willst und das Budget im Blick hast | die Seite Anfragen oder Bewerber bringen soll und du es abgeben willst |
Preisspannen: unsere Marktbeobachtung aus Vergleichsangeboten und Anbieter-Preislisten, Stand Oktober 2026. Die Spannen für Freelancer und Agenturen überschneiden sich stark, weil beide sehr Verschiedenes anbieten. Mehr zu den Kosten.
Wann du keine Agentur brauchst
Wir leben davon, Websites zu bauen, und trotzdem raten wir in diesen Fällen ab:
- Deine Kunden kommen alle über Empfehlung und du willst das nicht ändern. Dann reicht eine saubere Seite mit Adresse, Leistungen, Fotos und Impressum. Das kann ein Baukasten, wenn du einen Nachmittag investierst.
- Du testest eine Geschäftsidee. Erst herausfinden, ob jemand das will, dann in eine Website investieren. Eine einfache Seite mit Kontaktformular reicht für den Test.
- Du hast Spaß daran und Zeit. Manche Inhaber pflegen ihre Seite gern selbst und werden richtig gut darin. Dann ist ein Baukasten kein Kompromiss, sondern das passende Werkzeug.
- Dein Verein oder Projekt hat kein Budget. Lieber eine ordentliche Baukasten-Seite als eine halbe Agentur-Seite, die nie fertig wird.
Der Punkt, an dem es kippt: sobald die Website Aufträge oder Bewerber bringen soll, die sonst nicht kämen. Dann konkurrierst du mit Betrieben, die das professionell machen lassen, und ein Baukasten kostet dich mehr an entgangenen Anfragen, als eine Agentur gekostet hätte.
Freelancer oder kleine Agentur
Das ist die Entscheidung, vor der die meisten Betriebe wirklich stehen. Die Unterschiede sind kleiner, als beide Seiten behaupten, aber es gibt sie. Ausführlich mit Kosten, Vertrag und Entscheidungsfragen: Freelancer oder Agentur.
| Freelancer | Kleine Agentur | |
|---|---|---|
| Ansprechperson | Immer dieselbe, die auch baut | Meist eine feste, die Arbeit verteilt sich |
| Breite | Stark in einem Bereich, Text oder Foto oft über Partner | Design, Text, Foto, Technik, Suchmaschinen aus einer Hand |
| Preis | Oft 20 bis 30 Prozent günstiger | Höher, dafür mehr Leistung im Paket |
| Wenn jemand ausfällt | Projekt steht | Vertretung übernimmt |
| In fünf Jahren | Vielleicht angestellt, umgezogen, anderes Fach | Wahrscheinlich noch da, vielleicht mit anderem Team |
| Typische Stärke | Persönlich, flexibel, schnell | Verlässlich, strukturiert, Pflege im Angebot |
Wo wir stehen
Wir sind eine kleine Agentur aus Kassel. Du redest mit Michael Mand, der auch baut, und im Hintergrund stehen Leute für Text und Technik. Das ist die Mischung, die wir für Betriebe ohne Marketingabteilung für richtig halten. Ob sie für dich richtig ist, hängt davon ab, was die Seite leisten soll.
Wo du gute Webdesigner findest
Nicht auf Plattformen, auf denen der Günstigste gewinnt. Die besseren Wege, in dieser Reihenfolge:
- Betriebe in deiner Branche fragen. Welche Website eines Kollegen findest du gut? Unten im Fußbereich steht fast immer, wer sie gebaut hat. Ruf den Kollegen an und frag, wie die Zusammenarbeit war.
- Lokal bei Google suchen. „Webdesign“ plus deine Stadt. Schau dir an, wer dort vorn steht: Wer die eigene Seite nicht nach vorn bringt, bringt deine auch nicht.
- Handwerkskammer, IHK, Innung. Viele führen Listen mit Dienstleistern, die Betriebe der Region betreuen, manche bieten Beratungstage.
- Impressum lesen. Steht eine Firmenadresse drin, seit wann gibt es den Anbieter, wer ist verantwortlich? Ein Anbieter ohne Impressum baut dir keine Seite, die rechtlich sauber ist.
- Plattformen zuletzt. Auf Freelancer-Börsen findest du Preise, aber selten jemanden, der deinen Markt kennt. Wenn, dann nur mit klarer Anforderungsliste und einem Blick auf fertige Seiten statt auf Bewertungen.

Sieben Fragen fürs Erstgespräch
Du musst nichts von Technik verstehen. An den Antworten erkennst du trotzdem, mit wem du es zu tun hast.
- „Welche Betriebe wie meinen hast du schon gebaut, und darf ich einen anrufen?“ Ein Nein ist keine Katastrophe, ein Ausweichen schon.
- „Wem gehören Domain, Hosting und Inhalte nach dem Projekt?“ Die einzige richtige Antwort: dir.
- „Was brauchst du von mir, und bis wann?“ Wer das nicht beantworten kann, hat keinen Ablauf.
- „Wie schnell lädt eine deiner Seiten auf dem Handy?“ Er sollte eine Zahl nennen und sie dir zeigen können.
- „Was kostet mich die Seite im zweiten Jahr?“ Hosting, Pflege, Lizenzen. Wenn er zögert, stehen die Kosten später in der Rechnung.
- „Brauche ich mit dieser Seite ein Cookie-Banner?“ Die Antwort zeigt, ob er Datenschutz mitdenkt oder nur hinten dranklebt.
- „Was würdest du bei mir weglassen?“ Gute Anbieter streichen. Schlechte verkaufen dir alles, was du nennst.
Was danach ins Angebot gehört, steht in der Checkliste mit zwölf Punkten.
Rote Flaggen
- „Platz 1 bei Google garantiert.“ Niemand kann das garantieren, Google selbst sagt das.
- Eine Seite ohne Mobilansicht in den Referenzen. 2026 ist das kein Stilmittel, sondern ein Versäumnis.
- Alles sofort, alles billig, Vorkasse komplett. Einzeln manchmal erklärbar, zusammen nie.
- Kein eigenes Impressum, keine Adresse, nur ein Formular.
- Fragt nach deinen Lieblingsfarben, nicht nach deinen Kunden. Das Design soll Anfragen bringen, nicht dir gefallen. Idealerweise beides, aber in dieser Reihenfolge.
- Erklärt dir, warum dein Betrieb unbedingt einen Blog, einen Shop und eine App braucht.
