Was KI heute wirklich kann
Wer KI pauschal abtut, hat sie seit 2023 nicht mehr benutzt. Für Website-Projekte ist sie an diesen Stellen stark:
- Textentwürfe aus Material. Gib ihr das Protokoll eines Gesprächs, und sie macht daraus einen brauchbaren ersten Entwurf. Ohne Material produziert sie Fülltext.
- Varianten und Kürzungen. Zehn Überschriften zur Auswahl, einen Absatz auf die Hälfte, eine Fachsprache in Kundensprache.
- Code. Ein Großteil der Technik hinter einer modernen Website entsteht heute mit KI-Unterstützung, schneller und oft sauberer als von Hand. Das Ergebnis muss trotzdem jemand prüfen.
- Bildbearbeitung. Freistellen, Störendes entfernen, Farben angleichen, Größen für das Web. Nicht: Fotos erfinden.
- Prüfungen. Kontraste, Alt-Texte, Ladezeit, Rechtschreibung, kaputte Links, Barrierefreiheit. Hier ist KI geduldiger als jeder Mensch.
- Übersetzung und Zusammenfassung. Eine zweite Sprache oder die Kurzfassung einer Seite sind in Minuten da, Korrektur vorausgesetzt.
Wo sie an deinem Betrieb scheitert
- Sie kennt deinen Betrieb nicht. Sie weiß nicht, dass du Fassaden in drei Tagen schaffst, dass Jens abhebt und dass du keine Aufträge außerhalb von 30 Kilometern willst. Das weißt nur du, und jemand muss es aus dir herausfragen.
- Sie macht keine Fotos deiner Arbeit. KI-Bilder zeigen einen Handwerker, der nie existiert hat, in einer Werkstatt, die es nicht gibt. Kunden merken das, und es ist das Gegenteil von Vertrauen.
- Sie lässt nichts weg. KI ergänzt gern. Eine gute Website entsteht aber durch Streichen: eine Botschaft oben, ein Weg zum Anruf. Das ist eine Entscheidung, keine Textaufgabe.
- Sie trägt keine Verantwortung. Für Impressum, Datenschutz, Heilmittelwerbegesetz, Preisangaben haftest du. Eine KI, die eine Datenschutzerklärung „generiert“, generiert auch Fehler, überzeugend formuliert.
- Sie kennt deinen Ort nicht. Was in Kassel bei Google funktioniert, steht in keinem Trainingsdatensatz. Das kommt aus Erfahrung und aus Daten, die man erheben muss.
- Sie redet nicht mit dir. Das Erstgespräch, in dem herauskommt, dass du eigentlich Bewerber suchst und keine Kunden, findet mit einer KI nicht statt.
KI-Baukästen: Was du bekommst
Fast jeder Baukasten-Anbieter hat inzwischen einen KI-Modus: Du beantwortest drei Fragen, die Seite entsteht. Das ist bequem, und für manche Zwecke reicht es. Du solltest nur wissen, was du da hast:
| Versprechen | Was dahintersteckt | Folge für dich |
|---|---|---|
| „Individuelles Design in Sekunden“ | Eine von wenigen Vorlagen, Farben aus deinem Logo | Deine Seite sieht aus wie die des Konkurrenten mit demselben Anbieter |
| „Fertige Texte für deine Branche“ | Fülltext aus der Branchenbeschreibung, ohne deinen Betrieb | Keine Zahl, kein Name, kein Ort. Kunden lesen drüber, Google auch. |
| „Passende Bilder inklusive“ | Stockfotos oder KI-Bilder | Zeigen nicht dich. Vertrauen entsteht nicht. |
| „Suchmaschinenoptimiert“ | Seitentitel automatisch befüllt | Für „Maler Fuldatal“ reicht das nicht, dafür braucht es Struktur und Inhalt |
| „Ab 15 Euro im Monat“ | Abo, Seite bleibt im Baukasten, Umzug kaum möglich | Nach fünf Jahren 900 bis 2.400 Euro gezahlt, nichts in der Hand. Siehe günstig bauen. |
| „Datenschutzkonform“ | Oft Server in den USA, eingebaute Analyse, Schriften von Fremdservern | Cookie-Banner nötig, Datenschutzerklärung musst du selbst anpassen |
Wann ein Baukasten trotzdem die richtige Wahl ist, steht ehrlich im Ratgeber Webdesigner finden: wenn die Seite nur gefunden werden muss, wenn jemand deinen Namen kennt.
Woran du Fülltext erkennst
Als Kunde und als Betreiber. Wenn mindestens drei Punkte zutreffen, hat niemand die Seite mit Wissen über den Betrieb geschrieben:
- Sätze wie „In der heutigen schnelllebigen Zeit“, „maßgeschneiderte Lösungen“, „höchste Qualität und Kundenzufriedenheit“.
- Keine einzige Zahl: kein Gründungsjahr, keine Mitarbeiterzahl, keine Dauer, kein Preis.
- Kein Name außer dem Firmennamen. Niemand, der abhebt.
- Kein Ort oder der Ort nur im Impressum.
- Bilder, die auch auf der Seite eines Betriebs in Hamburg stehen könnten.
- Jede Leistung hat genau drei Vorteile, und alle klingen gleich.
Die Gegenprobe ist einfach: Streich den Firmennamen. Würde der Text noch zu diesem Betrieb passen, oder zu jedem? Wie Texte entstehen, die diese Probe bestehen, steht im Ratgeber Website-Texte schreiben lassen.

Wie wir KI nutzen, und wie nicht
Wir halten nichts von Agenturen, die KI heimlich einsetzen und „handgeschrieben“ verkaufen. Deshalb hier offen, wo sie bei uns im Einsatz ist:
| Schritt | Macht die KI | Macht ein Mensch |
|---|---|---|
| Erstgespräch | Protokoll aus der Aufzeichnung, mit deinem Einverständnis | Fragen, Zuhören, Nachhaken, Entscheiden, was wichtig ist |
| Seitenplan und Suchbegriffe | Vorschläge, Suchdaten aufbereiten | Auswahl nach Erfahrung mit deinem Markt, Reihenfolge, Streichungen |
| Texte | Erster Entwurf aus dem Protokoll, Varianten, Kürzungen | Mit echten Angaben füllen, kürzen, prüfen, du gibst frei |
| Fotos | Bearbeitung: freistellen, angleichen, verkleinern | Fotos machst du oder ein Fotograf vor Ort, nach unserer Motivliste. Keine KI-Bilder, die Fotos vortäuschen. |
| Design und Technik | Code-Entwürfe, Varianten, Fehlersuche | Gestaltung am echten Bildschirm mit dir, Prüfung auf Handy und Rechner |
| Rechtstexte | Nichts | Generator mit deinen Daten, auf Wunsch Anwalt |
| Prüfung vor Livegang | Kontraste, Alt-Texte, Links, Ladezeit, Rechtschreibung | Liest die Seite wie ein Kunde. Entscheidet, ob sie fertig ist. |
Auch diese Seite
Die Texte auf die-webseitenmacher.com sind genauso entstanden: aus Gesprächen, Angeboten und Erfahrung aus über zwanzig Jahren, mit KI als Schreib- und Bauwerkzeug, von Michael Mand gekürzt, geprüft und verantwortet. Wenn du eine Stelle findest, die nach Fülltext klingt, sag uns Bescheid. Dann fliegt sie raus.
Was rechtlich gilt
Kein Rechtsrat. Stand Oktober 2026, zusammengefasst aus unserer Praxis. Bei Unsicherheit frag einen Anwalt für IT-Recht.
- Urheberrecht. Rein maschinell erzeugte Texte und Bilder sind in Deutschland nicht urheberrechtlich geschützt. Du darfst sie nutzen, andere dürfen sie kopieren. Erst eine wesentliche menschliche Bearbeitung schafft Schutz.
- Haftung. Für alles, was auf deiner Seite steht, haftest du, egal wer oder was es geschrieben hat. Falsche Preisangaben, Heilversprechen, erfundene Bewertungen: Die KI ist keine Ausrede.
- Datenschutz bei der Nutzung. Wer Kundendaten, Gesprächsaufzeichnungen oder Bewerbungen in ein KI-Werkzeug gibt, braucht eine Rechtsgrundlage und meist einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter. Wir arbeiten deshalb mit anonymisierten Protokollen und holen vor Aufzeichnungen dein Einverständnis ein.
- Kennzeichnung. Die EU-KI-Verordnung verlangt seit August 2026 Transparenz vor allem bei KI-Inhalten, die echte Personen oder Ereignisse täuschend echt darstellen, und bei KI-Systemen, die mit Menschen interagieren, etwa Chatbots. Geprüfte Firmenwebsite-Texte fallen nach unserem Stand nicht darunter. KI-Bilder, die wie Fotos aus deinem Betrieb aussehen sollen, lassen wir aus genau diesem Grund weg.
- Erfundene Bewertungen. KI-generierte Kundenstimmen sind irreführende Werbung und abmahnbar. Eine echte Stimme mit Namen schlägt zehn erfundene ohnehin.
KI-Baukasten oder Agentur mit KI?
| Wenn | Dann |
|---|---|
| Die Seite muss nur da sein, Kunden kommen über Empfehlung, du hast einen Nachmittag Zeit | KI-Baukasten. Trag echte Zahlen, Namen und deinen Ort ein, tausch die Bilder gegen eigene Fotos, lies die Datenschutzerklärung. |
| Du testest eine Idee und willst in einer Woche online sein | KI-Baukasten oder eine Landingpage, je nachdem, ob jemand die Idee ernsthaft bewerten soll. |
| Die Seite soll Anfragen oder Bewerber bringen, bei Google in deinem Ort gefunden werden und dir gehören | Jemand, der deinen Betrieb kennenlernt und KI als Werkzeug nutzt. Bei uns ab 990 Euro, Details auf der Kostenseite. |
| Du hast schon eine KI-Baukasten-Seite und sie bringt nichts | Lass sie kostenlos prüfen. Oft reicht es, Texte und Fotos zu ersetzen. Manchmal nicht. |